Allgemeine Geschäftsbedingungen

Stand: Februar 2026

§ 1 Geltungsbereich und Begriffsbestimmungen

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB") gelten für sämtliche Geschäftsbeziehungen zwischen der LunikLabs GmbH, Neuer Wall 10, 20354 Hamburg, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter HRB 172474, vertreten durch die Geschäftsführung (nachfolgend „Anbieter"), und dem jeweiligen Kunden (nachfolgend „Kunde"; Anbieter und Kunde gemeinsam nachfolgend „Parteien"), die über die Internetpräsenz des Anbieters unter www.luniklabs.com oder auf sonstigem Wege geschlossen werden.

(2) Diese AGB gelten ausschließlich. Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Allgemeine Geschäftsbedingungen des Kunden werden nur dann und insoweit Vertragsbestandteil, als der Anbieter ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zugestimmt hat. Dieses Zustimmungserfordernis gilt in jedem Fall, beispielsweise auch dann, wenn der Anbieter in Kenntnis der AGB des Kunden die Leistungserbringung vorbehaltlos aufnimmt.

(3) Diese AGB gelten auch für alle zukünftigen Geschäfte zwischen den Parteien, ohne dass es einer erneuten ausdrücklichen Einbeziehung bedarf, sofern der Kunde bei Vertragsschluss auf die Geltung dieser AGB hingewiesen wurde.

(4) Im Sinne dieser AGB gelten folgende Begriffsbestimmungen:

(a) „Kunde" ist jede natürliche oder juristische Person oder rechtsfähige Personengesellschaft, die mit dem Anbieter in eine Geschäftsbeziehung tritt oder einen Vertrag schließt.

(b) „Verbraucher" ist jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbstständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können (§ 13 BGB).

(c) „Unternehmer" ist eine natürliche oder juristische Person oder eine rechtsfähige Personengesellschaft, die bei Abschluss eines Rechtsgeschäfts in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt (§ 14 BGB).

(d) „Erstanalyse" (auch: „Standard-Erstanalyse") bezeichnet die initiale Analyse eines vom Kunden geschilderten Sachverhalts im Bereich der Krypto-Forensik mit Erstellung eines Analyseberichts. Die Standard-Erstanalyse unterliegt keiner verbindlichen Bearbeitungsfrist; die Bearbeitungszeit beträgt in der Regel 3–5 Werktage.

(e) „Express-Analyse" bezeichnet eine Erstanalyse mit priorisierter Bearbeitung gegenüber Standard-Analysen. Die angestrebte Bearbeitungszeit beträgt in der Regel 24 Stunden ab Eingang vollständiger Unterlagen und Zahlungseingang. Die 24-Stunden-Angabe stellt einen angestrebten Richtwert dar und ist keine verbindliche Leistungsfrist (vgl. § 4 Abs. 5 dieser AGB).

(f) „Mandatsübernahme" bezeichnet die über die Erstanalyse hinausgehende, umfassende Bearbeitung eines Falles durch den Anbieter, die Gegenstand eines gesonderten Vertrages ist.

(g) „Blockchain-Analyse" bezeichnet die technische Untersuchung und Auswertung von Transaktionsdaten auf öffentlichen und, soweit technisch zugänglich, nicht-öffentlichen Blockchains mittels spezialisierter Software und Analysemethoden.

(h) „KI-gestützte Analyse" bezeichnet den Einsatz von Verfahren der Künstlichen Intelligenz (insbesondere maschinelles Lernen und Large Language Models) zur automatisierten oder teilautomatisierten Auswertung von Blockchain-Daten, Transaktionsmustern, Adressclusteranalysen und sonstigen fallrelevanten Informationen.

(i) „Analysebericht" (auch: „Report") bezeichnet das vom Anbieter erstellte Dokument, das die Ergebnisse der Erst- oder Express-Analyse zusammenfasst und dem Kunden über das Kundenportal zur Verfügung gestellt wird.

(j) „Zugangscode" bezeichnet den individuellen, vom Anbieter generierten Code, mit dem der Kunde auf seinen Analysebericht über das gesicherte Kundenportal zugreifen kann.

(5) Individuelle Vereinbarungen mit dem Kunden (einschließlich Nebenabreden, Ergänzungen und Änderungen) haben in jedem Fall Vorrang vor diesen AGB. Für den Inhalt derartiger Vereinbarungen ist, vorbehaltlich des Gegenbeweises, ein schriftlicher Vertrag bzw. die schriftliche Bestätigung des Anbieters maßgebend.

§ 2 Leistungsgegenstand

(1) Der Anbieter erbringt Dienstleistungen in den Bereichen Krypto-Forensik, Blockchain-Analyse, Vermögensrückverfolgung (Asset Tracing), digitale Ermittlung, Due-Diligence-Prüfungen sowie verwandte Analyse- und Beratungsleistungen. Die Leistungen umfassen insbesondere:

(a) die Erstanalyse (Standard) zur initialen Bewertung eines vom Kunden geschilderten Sachverhalts;

(b) die Express-Analyse als priorisierte Variante der Erstanalyse;

(c) die Mandatsübernahme zur umfassenden Fallbearbeitung auf Grundlage der Erstanalyse;

(d) sonstige individuell vereinbarte Analyse- und Beratungsleistungen.

(2) Bei dem zwischen den Parteien geschlossenen Vertrag handelt es sich um einen Dienstleistungsvertrag (Geschäftsbesorgungsvertrag gemäß §§ 611, 675 BGB). Es wird ausdrücklich kein Werkvertrag im Sinne der §§ 631 ff. BGB geschlossen. Der Anbieter schuldet die sorgfältige Durchführung der vereinbarten Analyse- und Beratungstätigkeiten, nicht jedoch einen bestimmten Erfolg. Insbesondere wird keine Garantie für die Wiedererlangung von Vermögenswerten, für einen bestimmten Ermittlungserfolg, für die Kooperation Dritter (z.B. Kryptobörsen, Zahlungsdienstleister, Behörden) oder für eine bestimmte Recovery-Wahrscheinlichkeit übernommen.

(3) Die Leistungen des Anbieters stellen keine Rechtsberatung im Sinne des Rechtsdienstleistungsgesetzes (RDG) dar und ersetzen keine anwaltliche Beratung. Die Leistungen stellen ferner keine Anlage- oder Finanzberatung im Sinne des Kreditwesengesetzes (KWG) oder des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) dar. Dem Kunden wird ausdrücklich empfohlen, für rechtliche und finanzielle Fragestellungen qualifizierte Rechtsanwälte, Steuerberater oder Finanzberater hinzuzuziehen.

(4) Der Anbieter setzt zur Leistungserbringung vorrangig KI-gestützte Analyseverfahren (insbesondere maschinelles Lernen, Natural Language Processing und spezialisierte Blockchain-Analysetools) ein. Der Kunde wird hierüber mit Annahme dieser AGB informiert und erklärt sich mit dem Einsatz solcher Verfahren einverstanden. Näheres regelt § 10 dieser AGB.

(5) Der Anbieter ist berechtigt, sich zur Erfüllung seiner vertraglichen Verpflichtungen qualifizierter Dritter als Erfüllungsgehilfen (Subunternehmer) zu bedienen. Die Haftung des Anbieters für das Verschulden der Erfüllungsgehilfen bleibt nach Maßgabe von § 12 dieser AGB bestehen.

(6) Der Anbieter behält sich vor, den Umfang, die Art und die technische Ausgestaltung seiner Leistungen weiterzuentwickeln und anzupassen, sofern dies unter Berücksichtigung der Interessen des Anbieters für den Kunden zumutbar ist und die vertraglich vereinbarte Kernleistung nicht wesentlich beeinträchtigt wird.

§ 3 Vertragsschluss und Bestellprozess

(1) Die Darstellung der Leistungen auf der Website des Anbieters (www.luniklabs.com) stellt kein rechtlich bindendes Angebot, sondern eine unverbindliche Aufforderung an den Kunden dar, eine Bestellung aufzugeben (invitatio ad offerendum).

(2) Der Online-Bestellprozess für Erstanalysen und Express-Analysen gliedert sich wie folgt:

(a) Schritt 1 – Fallschilderung: Der Kunde schildert seinen Fall über das auf der Website bereitgestellte Formular und wählt die gewünschte Analyseart (Standard-Erstanalyse oder Express-Analyse).

(b) Schritt 2 – Bestellung und Zahlung: Der Kunde gibt durch Klicken des Bestellbuttons eine verbindliche Bestellung ab und wird zur Zahlungsabwicklung über den Zahlungsdienstleister Stripe weitergeleitet. Mit Absendung der Bestellung gibt der Kunde ein verbindliches Angebot auf Abschluss eines Dienstleistungsvertrages ab.

(c) Schritt 3 – Auftragsbestätigung: Der Anbieter bestätigt den Eingang der Bestellung unverzüglich per automatisierter E-Mail (Eingangsbestätigung). Diese Eingangsbestätigung stellt noch keine Annahme des Angebots dar.

(d) Schritt 4 – Vertragsschluss: Der Vertrag kommt mit erfolgreicher Zahlungsabwicklung und Beginn der Leistungserbringung durch den Anbieter zustande. Der Anbieter behält sich vor, die Annahme des Auftrags ohne Angabe von Gründen abzulehnen; in diesem Fall wird die bereits geleistete Zahlung unverzüglich erstattet.

(e) Schritt 5 – Detailformular: Nach erfolgreicher Zahlung wird der Kunde aufgefordert, über ein gesichertes Detailformular weitere fallrelevante Informationen bereitzustellen (Transaktionshashes, Wallet-Adressen, Kommunikationsnachweise etc.).

(f) Schritt 6 – Analyse und Berichterstellung: Der Anbieter führt die Analyse durch und stellt den Analysebericht über das gesicherte Kundenportal bereit. Der Kunde erhält per E-Mail einen Zugangscode zur Einsichtnahme.

(3) Der Vertragstext wird vom Anbieter gespeichert und ist dem Kunden nach Vertragsschluss nicht mehr unmittelbar zugänglich. Der Kunde kann den Vertragstext jedoch vor Absendung der Bestellung über die übliche Browserfunktion sichern. Die AGB können jederzeit auf der Website des Anbieters eingesehen und heruntergeladen werden.

(4) Die Vertragssprache ist Deutsch. Soweit Übersetzungen in andere Sprachen zur Verfügung gestellt werden, ist im Zweifel die deutsche Fassung maßgeblich.

(5) Der Anbieter ist berechtigt, aber nicht verpflichtet, die Identität des Kunden vor Leistungserbringung zu überprüfen und bei begründetem Verdacht auf Missbrauch, Geldwäsche oder sonstige rechtswidrige Zwecke die Annahme des Auftrags abzulehnen oder den Vertrag außerordentlich zu kündigen.

§ 4 Leistungsbeschreibung Erstanalyse und Express-Analyse

(1) Die Standard-Erstanalyse umfasst eine initiale Bewertung des vom Kunden geschilderten Sachverhalts unter Einsatz von KI-gestützten Analyseverfahren und, soweit erforderlich und verhältnismäßig, manueller Überprüfung. Die Bearbeitungszeit beträgt in der Regel 3–5 Werktage ab Eingang der vollständigen Unterlagen und des Zahlungseingangs. Eine verbindliche Bearbeitungsfrist wird mit der Standard-Erstanalyse nicht vereinbart.

(2) Die Express-Analyse umfasst inhaltlich den gleichen Leistungsumfang wie die Standard-Erstanalyse, wird jedoch gegenüber Standard-Analysen priorisiert bearbeitet. Die angestrebte Bearbeitungszeit beträgt in der Regel 24 Stunden ab Eingang der vollständigen Unterlagen gemäß § 5 dieser AGB und des vollständigen Zahlungseingangs.

(3) Der Leistungsumfang sowohl der Standard-Erstanalyse als auch der Express-Analyse umfasst:

(a) einen Analysebericht mit einer Risikoeinschätzung des geschilderten Sachverhalts;

(b) eine Transaktionsanalyse und Nachverfolgung von Geldflüssen, soweit dies technisch möglich und auf Grundlage der vom Kunden bereitgestellten Informationen durchführbar ist;

(c) eine Einschätzung der Recovery-Wahrscheinlichkeit (Rückgewinnungswahrscheinlichkeit) auf Basis der vorliegenden Daten;

(d) Handlungsempfehlungen für das weitere Vorgehen.

(4) Der Leistungsumfang der Erstanalyse und Express-Analyse umfasst ausdrücklich nicht:

(a) die tatsächliche Rückgewinnung (Recovery) von Vermögenswerten;

(b) die Einleitung oder Durchführung rechtlicher Schritte jeglicher Art;

(c) die Kontaktaufnahme mit Kryptobörsen, Zahlungsdienstleistern, Banken oder sonstigen Dritten;

(d) die Erstattung von Strafanzeigen oder die Kommunikation mit Strafverfolgungsbehörden;

(e) Rechtsberatung im Sinne des RDG oder Finanzberatung im Sinne des KWG;

(f) die garantierte Identifizierung von Tätern oder Empfängern.

(5) Die genannte Bearbeitungszeit der Express-Analyse von in der Regel 24 Stunden stellt einen angestrebten Richtwert dar und ist keine verbindliche Leistungsfrist im Sinne eines Fixgeschäfts (§ 323 Abs. 2 Nr. 2 BGB) oder eines relativen Fixgeschäfts. Der Express-Aufpreis vergütet die bevorzugte Priorisierung der Bearbeitung gegenüber Standard-Analysen, nicht die Einhaltung einer kalendermäßig bestimmten Leistungsfrist. Der Kunde hat keinen Anspruch auf Schadensersatz oder Preisminderung allein aufgrund der Überschreitung der angestrebten Bearbeitungszeit, sofern die Voraussetzungen der Absätze 6 und 7 nicht vorliegen.

(6) Verzögerungen gegenüber der angestrebten Bearbeitungszeit können insbesondere eintreten aufgrund von:

(a) technischen Störungen der Analyse-Infrastruktur oder der eingesetzten Software;

(b) Überlastungen oder Störungen von Blockchain-Netzwerken;

(c) Ausfällen oder Einschränkungen von Drittanbieter-APIs (Blockchain-Explorer, Börsen-Schnittstellen, KI-Modell-Anbieter);

(d) außergewöhnlicher Komplexität des zu analysierenden Sachverhalts;

(e) unvollständigen, unrichtigen oder verspätet bereitgestellten Informationen oder Unterlagen des Kunden gemäß § 5;

(f) höherer Gewalt im Sinne von § 12 Abs. 8 dieser AGB;

(g) einem außergewöhnlich hohen Auftragsaufkommen;

(h) geplanten oder ungeplanten Wartungsarbeiten;

(i) behördlichen Anordnungen oder gesetzlichen Vorgaben.

(7) Im Falle einer absehbaren Verzögerung informiert der Anbieter den Kunden unverzüglich — soweit technisch möglich per E-Mail an die vom Kunden hinterlegte E-Mail-Adresse — über die Verzögerung und deren voraussichtliche Dauer. Eine Verzögerung begründet keinen automatischen Anspruch auf Rückerstattung der geleisteten Vergütung. Überschreitet die Verzögerung jedoch einen Zeitraum von 72 Stunden über die ursprünglich angestrebte Bearbeitungszeit hinaus, ist der Kunde berechtigt, vom Vertrag zurückzutreten und eine vollständige Erstattung der geleisteten Vergütung zu verlangen. Weitergehende Schadensersatzansprüche sind in diesem Fall ausgeschlossen, es sei denn, der Anbieter hat die Verzögerung vorsätzlich oder grob fahrlässig verursacht.

(8) Analyseberichte werden dem Kunden ausschließlich über das gesicherte Kundenportal des Anbieters zur Verfügung gestellt. Der Kunde erhält einen individuellen Zugangscode per E-Mail. Näheres regelt § 8 dieser AGB.

(9) Die Bearbeitungszeit beginnt erst mit dem kumulativen Vorliegen folgender Voraussetzungen: (a) vollständiger Zahlungseingang beim Anbieter bzw. dessen Zahlungsdienstleister, (b) Eingang aller zur Analyse erforderlichen Informationen und Unterlagen gemäß § 5 dieser AGB. Zeiträume, in denen der Anbieter auf die Mitwirkung des Kunden wartet, werden bei der Berechnung der Bearbeitungszeit nicht berücksichtigt.

§ 5 Mitwirkungspflichten des Kunden

(1) Der Kunde ist verpflichtet, dem Anbieter alle zur ordnungsgemäßen Leistungserbringung erforderlichen Informationen, Unterlagen und Zugänge rechtzeitig, vollständig und wahrheitsgemäß zur Verfügung zu stellen. Hierzu gehören insbesondere:

(a) Transaktionshashes (TX-IDs) der betreffenden Transaktionen;

(b) Wallet-Adressen (Sender und Empfänger, soweit bekannt);

(c) Screenshots von Transaktionen, Kontoständen, Chat-Verläufen oder sonstigen relevanten Kommunikationen;

(d) Kommunikationsnachweise (E-Mails, Messenger-Nachrichten, Social-Media-Korrespondenz) mit dem mutmaßlichen Betrüger oder der betreffenden Plattform;

(e) Angaben zu verwendeten Plattformen, Börsen und Wallets;

(f) sonstige Unterlagen, die der Anbieter im Einzelfall für die Analyse als erforderlich erachtet und anfordert.

(2) Der Kunde versichert die Richtigkeit und Vollständigkeit der von ihm übermittelten Informationen. Unrichtige, unvollständige oder irreführende Angaben können die Qualität und Aussagekraft des Analyseberichts erheblich beeinträchtigen. Für Schäden oder Fehleinschätzungen, die auf unrichtigen oder unvollständigen Angaben des Kunden beruhen, haftet der Anbieter nicht.

(3) Kommt der Kunde seinen Mitwirkungspflichten nicht, nicht rechtzeitig oder nicht vollständig nach, so ist der Anbieter berechtigt, die Leistungserbringung auszusetzen, bis die erforderlichen Informationen vollständig vorliegen. Durch die verzögerte Mitwirkung des Kunden verursachte Bearbeitungsverzögerungen gehen nicht zu Lasten des Anbieters und verlängern die Bearbeitungszeit entsprechend. Eine Anrechnung auf die in § 4 genannten Bearbeitungszeiten erfolgt nicht.

(4) Der Kunde ist verpflichtet, die vom Anbieter versandten E-Mails — insbesondere Auftragsbestätigungen, Zugangscodes und Statusmeldungen — zeitnah zu überprüfen. Der Kunde hat sicherzustellen, dass sein E-Mail-Postfach empfangsbereit ist und regelmäßig auch der Spam-/Junk-Ordner überprüft wird. Der Anbieter haftet nicht für Verzögerungen oder Nachteile, die darauf beruhen, dass E-Mails des Anbieters im Spam-Ordner des Kunden gefiltert wurden oder das E-Mail-Postfach des Kunden voll ist.

(5) Der Kunde ist für die sichere Aufbewahrung seines Zugangscodes (vgl. § 8) allein verantwortlich. Eine Weitergabe des Zugangscodes an unbefugte Dritte erfolgt auf eigenes Risiko des Kunden. Der Anbieter haftet nicht für den unbefugten Zugriff Dritter auf den Analysebericht, sofern dieser auf eine unsachgemäße Handhabung des Zugangscodes durch den Kunden zurückzuführen ist.

(6) Der Kunde stellt sicher, dass er berechtigt ist, die übermittelten Daten und Informationen an den Anbieter weiterzugeben, und dass durch die Übermittlung keine Rechte Dritter verletzt werden. Der Kunde stellt den Anbieter von sämtlichen Ansprüchen Dritter frei, die aus einer Verletzung dieser Pflicht resultieren.

§ 6 Vergütung und Zahlungsbedingungen

(1) Die Vergütung des Anbieters richtet sich nach den zum Zeitpunkt der Bestellung auf der Website des Anbieters ausgewiesenen Preisen. Alle angegebenen Preise verstehen sich als Endpreise in Euro inklusive der gesetzlichen Umsatzsteuer (derzeit 19 % MwSt.), sofern nicht ausdrücklich anders angegeben.

(2) Die Zahlung erfolgt ausschließlich über den vom Anbieter eingesetzten Zahlungsdienstleister Stripe (Stripe Payments Europe, Ltd.) mittels der dort angebotenen Zahlungsmethoden (insbesondere Kreditkarte, Debitkarte, weitere von Stripe unterstützte Zahlungsmittel). Die Zahlungsabwicklung unterliegt den Nutzungsbedingungen und der Datenschutzerklärung von Stripe.

(3) Die Vergütung ist vollständig im Voraus zu entrichten. Die Leistungserbringung (Analyse) beginnt erst nach vollständigem Zahlungseingang beim Anbieter bzw. nach Bestätigung des Zahlungseingangs durch den Zahlungsdienstleister. Der Anbieter ist nicht verpflichtet, vor Zahlungseingang mit der Leistungserbringung zu beginnen.

(4) Ratenzahlungen oder Teilzahlungen sind nicht vorgesehen und bedürfen einer gesonderten schriftlichen Vereinbarung.

(5) Der Anbieter stellt dem Kunden eine Rechnung in elektronischer Form (per E-Mail oder über das Kundenportal) zur Verfügung. Mit der Annahme dieser AGB erklärt sich der Kunde mit dem Erhalt elektronischer Rechnungen einverstanden.

(6) Kommt der Kunde in Zahlungsverzug, ist der Anbieter berechtigt, Verzugszinsen in gesetzlicher Höhe (§ 288 BGB) zu berechnen. Bei Unternehmern beträgt der Verzugszins 9 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz (§ 288 Abs. 2 BGB). Die Geltendmachung eines weitergehenden Verzugsschadens bleibt vorbehalten.

(7) Gegen Forderungen des Anbieters kann der Kunde nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen aufrechnen. Ein Zurückbehaltungsrecht kann der Kunde nur geltend machen, soweit sein Gegenanspruch auf demselben Vertragsverhältnis beruht.

§ 7 Widerrufsrecht für Verbraucher

(1) Ist der Kunde Verbraucher im Sinne von § 13 BGB und wurde der Vertrag als Fernabsatzvertrag (§ 312c BGB) geschlossen, steht dem Kunden ein gesetzliches Widerrufsrecht nach Maßgabe der folgenden Bestimmungen zu.

Widerrufsbelehrung

Widerrufsrecht

Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen. Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag des Vertragsschlusses. Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns

LunikLabs GmbH
Neuer Wall 10
20354 Hamburg
E-Mail: info@luniklabs.com

mittels einer eindeutigen Erklärung (z.B. ein mit der Post versandter Brief oder eine E-Mail) über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren. Sie können dafür das beigefügte Muster-Widerrufsformular verwenden, das jedoch nicht vorgeschrieben ist. Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden.

Folgen des Widerrufs

Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf dieses Vertrags bei uns eingegangen ist. Für diese Rückzahlung verwenden wir dasselbe Zahlungsmittel, das Sie bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt haben, es sei denn, mit Ihnen wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart; in keinem Fall werden Ihnen wegen dieser Rückzahlung Entgelte berechnet.

Haben Sie verlangt, dass die Dienstleistung während der Widerrufsfrist beginnen soll, so haben Sie uns einen angemessenen Betrag zu zahlen, der dem Anteil der bis zu dem Zeitpunkt, zu dem Sie uns von der Ausübung des Widerrufsrechts hinsichtlich dieses Vertrags unterrichten, bereits erbrachten Dienstleistungen im Vergleich zum Gesamtumfang der im Vertrag vorgesehenen Dienstleistungen entspricht.

Vorzeitiges Erlöschen des Widerrufsrechts

Das Widerrufsrecht erlischt vorzeitig, wenn der Anbieter die Dienstleistung vollständig erbracht hat und mit der Ausführung der Dienstleistung erst begonnen hat, nachdem der Kunde dazu seine ausdrückliche Zustimmung gegeben hat und gleichzeitig seine Kenntnis davon bestätigt hat, dass er sein Widerrufsrecht bei vollständiger Vertragserfüllung durch den Anbieter verliert (§ 356 Abs. 4 BGB).

Muster-Widerrufsformular

(Wenn Sie den Vertrag widerrufen wollen, dann füllen Sie bitte dieses Formular aus und senden Sie es zurück.)

— An: LunikLabs GmbH, Neuer Wall 10, 20354 Hamburg, E-Mail: info@luniklabs.com
— Hiermit widerrufe(n) ich/wir (*) den von mir/uns (*) abgeschlossenen Vertrag über die Erbringung der folgenden Dienstleistung:
— Bestellt am (*) / erhalten am (*):
— Name des/der Verbraucher(s):
— Anschrift des/der Verbraucher(s):
— Unterschrift des/der Verbraucher(s) (nur bei Mitteilung auf Papier):
— Datum:
(*) Unzutreffendes streichen.

(2) Bei der Bestellung einer Express-Analyse oder Standard-Erstanalyse wird der Kunde ausdrücklich darauf hingewiesen, dass er mit seiner Zustimmung zum sofortigen Beginn der Leistungserbringung vor Ablauf der Widerrufsfrist und seiner Kenntnisnahme vom vorzeitigen Erlöschen des Widerrufsrechts bei vollständiger Leistungserbringung erklärt. Diese Zustimmung wird im Rahmen des Bestellprozesses gesondert eingeholt.

§ 8 Ergebnisbereitstellung und Zugangsdaten

(1) Analyseberichte werden dem Kunden ausschließlich über das gesicherte Kundenportal des Anbieters in digitaler Form zur Verfügung gestellt. Ein Versand von Analyseberichten per E-Mail, Post oder auf sonstigem Wege erfolgt nicht, es sei denn, dies wurde individuell schriftlich vereinbart.

(2) Der Kunde erhält nach Fertigstellung des Analyseberichts einen individuellen Zugangscode per E-Mail an die von ihm bei der Bestellung angegebene E-Mail-Adresse. Der Zugangscode ermöglicht den einmaligen oder mehrfachen Zugriff auf den Analysebericht über das Kundenportal.

(3) Die Verfügbarkeit des Kundenportals wird vom Anbieter nach bestem Bemühen sichergestellt (Best-Effort-Basis). Eine garantierte Verfügbarkeit (Uptime) des Kundenportals wird nicht zugesichert. Der Anbieter haftet nicht für vorübergehende Nichterreichbarkeit des Portals aufgrund von Wartungsarbeiten, technischen Störungen, Serverausfällen des Hosting-Anbieters, DDoS-Angriffen, Internetkonnektivitätsproblemen oder höherer Gewalt.

(4) Analyseberichte werden für einen Zeitraum von mindestens 90 Tagen ab Bereitstellung über das Kundenportal zum Abruf vorgehalten. Eine darüber hinausgehende Verfügbarkeit wird nicht garantiert. Dem Kunden wird dringend empfohlen, den Analysebericht nach Bereitstellung unverzüglich herunterzuladen und lokal zu sichern.

(5) Nach Ablauf des in Absatz 4 genannten Zeitraums ist der Anbieter berechtigt, den Analysebericht und die zugehörigen Zugangsdaten zu löschen. Ein Anspruch des Kunden auf erneute Bereitstellung oder Wiederherstellung gelöschter Berichte besteht nicht.

(6) Der Anbieter übernimmt keine Gewähr für die dauerhafte Lesbarkeit oder Kompatibilität des Analyseberichts mit bestimmten Endgeräten, Betriebssystemen oder Softwareversionen des Kunden.

§ 9 Mandatsübernahme

(1) Auf Grundlage der Ergebnisse einer Erstanalyse oder Express-Analyse kann der Anbieter dem Kunden die Mandatsübernahme zur umfassenden Bearbeitung des Falles anbieten. Ein Anspruch des Kunden auf Angebot oder Annahme einer Mandatsübernahme besteht nicht.

(2) Die Mandatsübernahme ist Gegenstand eines gesonderten Vertrages, der individuell zwischen den Parteien vereinbart wird. Art, Umfang, Dauer und Vergütung der Mandatsübernahme werden im Einzelfall festgelegt.

(3) Für die Mandatsübernahme fallen zusätzliche Gebühren an, die sich nach dem Umfang und der Komplexität des Falles richten und dem Kunden vor Vertragsschluss mitgeteilt werden.

(4) Es können für die Mandatsübernahme ergänzende oder abweichende Vertragsbedingungen gelten, die dem Kunden vor Abschluss des gesonderten Vertrages zur Verfügung gestellt werden.

(5) Der Anbieter ist berechtigt, die Mandatsübernahme ohne Angabe von Gründen abzulehnen. Insbesondere behält sich der Anbieter vor, die Mandatsübernahme abzulehnen, wenn die Erstanalyse ergibt, dass eine erfolgreiche Vermögensrückverfolgung als aussichtslos erscheint.

§ 10 Einsatz von Künstlicher Intelligenz

(1) Der Anbieter setzt zur Erbringung seiner Leistungen in erheblichem Umfang KI-gestützte Analyseverfahren ein. Dies umfasst insbesondere den Einsatz von maschinellem Lernen (Machine Learning), Deep Learning, Natural Language Processing (NLP), Large Language Models (LLM) sowie spezialisierten Blockchain-Analyse-Algorithmen.

(2) Mit Annahme dieser AGB und Beauftragung des Anbieters erklärt der Kunde sein Einverständnis mit der Verarbeitung der von ihm bereitgestellten Daten und Informationen durch KI-gestützte Systeme. Dies umfasst die automatisierte Analyse von Transaktionsdaten, Wallet-Adressen, Kommunikationsinhalten und sonstigen fallrelevanten Informationen.

(3) Die Ergebnisse KI-gestützter Analysen stellen vorläufige Einschätzungen und Wahrscheinlichkeitsbewertungen dar und sind keine Garantien oder verbindlichen Zusicherungen. KI-Systeme können fehlerhaft sein, und die Ergebnisse können unvollständig, ungenau oder im Einzelfall unzutreffend sein. Der Anbieter übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der durch KI-Systeme generierten Ergebnisse.

(4) Ob und in welchem Umfang eine zusätzliche manuelle Überprüfung (Human Review) der KI-generierten Ergebnisse durch qualifiziertes Personal des Anbieters erfolgt, richtet sich nach der gebuchten Leistungsstufe und der jeweiligen Fallkonstellation. Eine manuelle Überprüfung jedes einzelnen KI-Ergebnisses wird nicht zugesichert, sofern dies nicht ausdrücklich Bestandteil der vereinbarten Leistung ist.

(5) Der Kunde nimmt zur Kenntnis, dass KI-Systeme inhärenten Limitierungen unterliegen. Insbesondere können KI-basierte Analysen durch die Qualität und Vollständigkeit der Eingabedaten, durch Veränderungen in Blockchain-Protokollen, durch neu auftretende Obfuskierungstechniken (z.B. Mixer, CoinJoin, Cross-Chain-Bridges) sowie durch technologische Weiterentwicklungen in ihrer Aussagekraft eingeschränkt sein.

(6) Der Anbieter ist berechtigt, zur KI-gestützten Analyse auch Dienste und APIs von Drittanbietern einzusetzen (z.B. Cloud-basierte KI-Modelle). Derzeit wird insbesondere der Dienst Anthropic, PBC (USA) eingesetzt. Die Datenverarbeitung erfolgt auf Grundlage des EU-U.S. Data Privacy Framework sowie einer Auftragsverarbeitungsvereinbarung. Der Anbieter stellt sicher, dass die Verarbeitung im Einklang mit den datenschutzrechtlichen Anforderungen erfolgt (vgl. § 11). Der Anbieter arbeitet aktiv an der Migration auf EU-gehostete KI-Infrastruktur.

§ 11 Vertraulichkeit und Datenschutz

(1) Die Parteien verpflichten sich, alle im Rahmen der Vertragsanbahnung und -durchführung erlangten vertraulichen Informationen der jeweils anderen Partei streng vertraulich zu behandeln, sie nicht an Dritte weiterzugeben und sie nur zur Durchführung des Vertrages zu verwenden. Als vertraulich gelten alle Informationen, die als solche gekennzeichnet sind oder deren Vertraulichkeit sich aus den Umständen ergibt.

(2) Die Vertraulichkeitspflicht gilt nicht für Informationen, die (a) zum Zeitpunkt der Mitteilung bereits öffentlich bekannt waren, (b) nach der Mitteilung ohne Verschulden der empfangenden Partei öffentlich bekannt werden, (c) der empfangenden Partei bereits rechtmäßig bekannt waren, (d) von einem Dritten ohne Vertraulichkeitsverpflichtung rechtmäßig übermittelt werden oder (e) aufgrund gesetzlicher Vorschriften, gerichtlicher oder behördlicher Anordnung offengelegt werden müssen.

(3) Die Vertraulichkeitspflicht besteht auch nach Beendigung des Vertragsverhältnisses zeitlich unbegrenzt fort.

(4) Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten des Kunden ausschließlich im Einklang mit der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) und sonstigen anwendbaren datenschutzrechtlichen Bestimmungen. Einzelheiten zur Datenverarbeitung, zu den Rechten der betroffenen Personen und zu den eingesetzten Auftragsverarbeitern ergeben sich aus der Datenschutzerklärung des Anbieters, abrufbar unter www.luniklabs.com/datenschutz.

(5) Die vom Kunden im Rahmen der Beauftragung übermittelten Daten werden vom Anbieter ausschließlich zum Zweck der Erbringung der vertraglich vereinbarten Leistungen verarbeitet. Eine Nutzung zu anderen Zwecken (insbesondere zu Werbezwecken oder zur Weitergabe an Dritte zu nicht vertragsrelevanten Zwecken) erfolgt nicht ohne gesonderte Einwilligung des Kunden.

(6) Der Anbieter bewahrt die Kundendaten und Analyseergebnisse für einen Zeitraum von höchstens 12 Monaten nach Abschluss der Leistungserbringung auf, soweit nicht gesetzliche Aufbewahrungspflichten (insbesondere handels- und steuerrechtliche Aufbewahrungspflichten gemäß §§ 147 AO, 257 HGB) eine längere Aufbewahrung erfordern. Nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist werden die Daten gelöscht oder anonymisiert.

(7) Der Kunde hat das Recht, jederzeit Auskunft über die zu seiner Person gespeicherten Daten zu verlangen sowie deren Berichtigung, Löschung oder Einschränkung der Verarbeitung gemäß den Bestimmungen der DSGVO zu verlangen.

§ 12 Haftung und Haftungsbeschränkung

(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt (a) für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer fahrlässigen oder vorsätzlichen Pflichtverletzung des Anbieters oder eines seiner gesetzlichen Vertreter oder Erfüllungsgehilfen beruhen; (b) für Schäden, die auf vorsätzlichem oder grob fahrlässigem Verhalten des Anbieters oder eines seiner gesetzlichen Vertreter oder Erfüllungsgehilfen beruhen; (c) im Rahmen einer von dem Anbieter gegebenen Garantie, soweit eine solche ausnahmsweise vereinbart wurde; (d) aufgrund zwingender gesetzlicher Haftung, insbesondere nach dem Produkthaftungsgesetz (ProdHaftG).

(2) Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter — außer in den Fällen des Absatzes 1 — nur bei der Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht). Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Vertragspartner regelmäßig vertrauen darf. In diesem Fall ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.

(3) Die Haftung für mittelbare Schäden, Folgeschäden und entgangenen Gewinn ist bei leichter Fahrlässigkeit ausgeschlossen.

(4) Die Haftung des Anbieters — gleich aus welchem Rechtsgrund — ist der Höhe nach begrenzt auf den Wert der vom Kunden für die betreffende Leistung gezahlten Vergütung (Vertragswert), es sei denn, es liegt ein Fall des Absatzes 1 vor.

(5) Der Anbieter haftet insbesondere nicht für:

(a) die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität von Blockchain-Daten, die von öffentlichen Blockchains, Block-Explorern oder Drittanbieter-APIs abgerufen werden;

(b) Handlungen, Unterlassungen oder Entscheidungen Dritter, insbesondere von Kryptobörsen, Zahlungsdienstleistern, Banken, Wallet-Anbietern oder sonstigen Plattformen;

(c) die Kooperation oder Nicht-Kooperation von Kryptobörsen, Zahlungsdienstleistern oder sonstigen Dritten bei Maßnahmen zur Vermögensrückverfolgung oder -sicherung;

(d) Entscheidungen, Maßnahmen oder Untätigkeiten von Strafverfolgungsbehörden, Gerichten oder sonstigen Behörden;

(e) Kursschwankungen und Wertveränderungen von Kryptowährungen oder sonstigen digitalen Vermögenswerten;

(f) Schäden, die darauf beruhen, dass der Kunde die Empfehlungen des Analyseberichts nicht oder nicht rechtzeitig umsetzt;

(g) Schäden, die auf unrichtigen, unvollständigen oder verspätet bereitgestellten Informationen des Kunden beruhen (vgl. § 5).

(6) Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen und -ausschlüsse gelten auch zugunsten der gesetzlichen Vertreter, Angestellten und Erfüllungsgehilfen des Anbieters.

(7) Soweit die Haftung des Anbieters ausgeschlossen oder beschränkt ist, gilt dies auch für die persönliche Haftung seiner Angestellten, Arbeitnehmer, Mitarbeiter, Vertreter und Erfüllungsgehilfen.

(8) Höhere Gewalt: Der Anbieter haftet nicht für die Nichterfüllung oder verzögerte Erfüllung vertraglicher Pflichten, soweit die Nichterfüllung oder Verzögerung auf Umstände zurückzuführen ist, die außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters liegen (höhere Gewalt). Hierzu zählen insbesondere: Naturkatastrophen, Pandemien, Epidemien, Krieg, Terrorismus, Aufruhr, behördliche Anordnungen, Embargo, Streik, Aussperrung, Energieversorgungsstörungen, Telekommunikations- und Internetausfälle, DDoS-Angriffe, Cyberangriffe, Ausfall von Drittanbieterdiensten sowie sonstige unvorhersehbare und unabwendbare Ereignisse. Die Leistungspflicht des Anbieters ruht für die Dauer der höheren Gewalt und im Umfang ihrer Wirkung. Der Anbieter wird den Kunden über den Eintritt höherer Gewalt unverzüglich informieren.

§ 13 Geistiges Eigentum

(1) Alle im Rahmen der Leistungserbringung erstellten Analyseberichte, Dokumente, Datenbanken, Grafiken, Softwaretools und sonstigen Arbeitsergebnisse sind urheberrechtlich geschützt und stehen im alleinigen Eigentum des Anbieters, sofern nicht ausdrücklich anders vereinbart.

(2) Der Kunde erhält mit vollständiger Zahlung der vereinbarten Vergütung ein einfaches, nicht ausschließliches, nicht übertragbares und nicht unterlizenzierbares Nutzungsrecht an den ihm zur Verfügung gestellten Analyseberichten, beschränkt auf den vertraglich vereinbarten Zweck (Eigengebrauch).

(3) Eine Vervielfältigung, Veröffentlichung, Weitergabe an Dritte oder sonstige Verwertung der Analyseberichte über den vertraglich vereinbarten Zweck hinaus bedarf der vorherigen schriftlichen Zustimmung des Anbieters.

(4) Ausnahme: Die Weitergabe von Analyseberichten an Rechtsanwälte des Kunden, an Gerichte, Staatsanwaltschaften, Polizeibehörden oder sonstige zuständige Behörden im Rahmen von gerichtlichen, behördlichen oder strafrechtlichen Verfahren ist auch ohne vorherige Zustimmung des Anbieters zulässig. Der Kunde wird den Anbieter über eine solche Weitergabe nach Möglichkeit vorab informieren.

(5) Marken, Logos, Unternehmensbezeichnungen und sonstige Kennzeichen des Anbieters dürfen vom Kunden nicht ohne vorherige schriftliche Zustimmung verwendet werden.

§ 14 Verfügbarkeit und technische Störungen

(1) Der Anbieter ist bemüht, die Website und das Kundenportal mit einer möglichst hohen Verfügbarkeit zu betreiben. Eine bestimmte Verfügbarkeit wird nicht zugesichert. Der Anbieter stellt die Verfügbarkeit auf Best-Effort-Basis sicher.

(2) Der Anbieter ist berechtigt, die Website und das Kundenportal für geplante Wartungsarbeiten vorübergehend einzuschränken oder außer Betrieb zu nehmen. Geplante Wartungsfenster werden, soweit möglich, außerhalb der üblichen Geschäftszeiten (MEZ/MESZ) durchgeführt und mit angemessener Vorlaufzeit angekündigt.

(3) Der Anbieter haftet nicht für die vorübergehende oder dauerhafte Nichtverfügbarkeit der Website oder des Kundenportals aufgrund von:

(a) DDoS-Angriffen, Cyberangriffen oder sonstigen sicherheitsrelevanten Vorfällen;

(b) Störungen oder Ausfällen des Hosting-Anbieters, des Content-Delivery-Networks (CDN) oder sonstiger Infrastruktur-Dienstleister;

(c) Störungen der Internetkonnektivität auf Seiten des Kunden oder der Internetinfrastruktur allgemein;

(d) höherer Gewalt im Sinne von § 12 Abs. 8 dieser AGB.

(4) Der Anbieter behält sich vor, den Umfang und die technische Ausgestaltung seiner Website und seines Kundenportals jederzeit zu ändern, zu erweitern oder einzuschränken. Der Anbieter wird wesentliche Änderungen, die den Zugang zu bereits bestellten Leistungen betreffen, mit angemessener Vorlaufzeit ankündigen.

(5) Der Anbieter behält sich ferner vor, einzelne Leistungen oder das gesamte Leistungsangebot mit einer Ankündigungsfrist von mindestens 30 Tagen einzustellen. Bereits bestellte und bezahlte, aber noch nicht erbrachte Leistungen werden in diesem Fall vollständig erstattet.

§ 15 Laufzeit und Kündigung

(1) Einzelaufträge (Erstanalyse, Express-Analyse) sind einmalige Leistungen und enden mit vollständiger Erbringung der vereinbarten Leistung, d.h. mit Bereitstellung des Analyseberichts über das Kundenportal.

(2) Dauerschuldverhältnisse (insbesondere Mandatsübernahmen mit laufender Bearbeitung) können von beiden Parteien mit einer Frist von vier Wochen zum Monatsende ordentlich gekündigt werden, sofern nicht individuell eine abweichende Kündigungsfrist vereinbart wurde.

(3) Das Recht beider Parteien zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund (§ 314 BGB) bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor, wenn:

(a) die andere Partei trotz schriftlicher Abmahnung wesentliche Vertragspflichten wiederholt oder schwerwiegend verletzt;

(b) über das Vermögen der anderen Partei ein Insolvenzverfahren eröffnet oder die Eröffnung mangels Masse abgelehnt wird;

(c) der Kunde den Anbieter über wesentliche Umstände des Falles getäuscht hat;

(d) die Fortführung des Vertragsverhältnisses für eine Partei aus sonstigen Gründen unzumutbar ist.

(4) Kündigungen bedürfen zu ihrer Wirksamkeit der Textform (§ 126b BGB). Die Übermittlung per E-Mail ist ausreichend.

(5) Im Falle der Kündigung eines Dauerschuldverhältnisses sind die bis zum Wirksamwerden der Kündigung erbrachten Leistungen vom Kunden anteilig zu vergüten.

§ 16 Streitbeilegung

(1) Die Europäische Kommission stellt eine Plattform zur Online-Streitbeilegung (OS) bereit, die unter folgendem Link erreichbar ist: https://ec.europa.eu/consumers/odr/. Die E-Mail-Adresse des Anbieters lautet: info@luniklabs.com.

(2) Der Anbieter ist weder bereit noch verpflichtet, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle im Sinne des Verbraucherstreitbeilegungsgesetzes (VSBG) teilzunehmen.

§ 17 Anwendbares Recht und Gerichtsstand

(1) Für sämtliche Rechtsbeziehungen der Parteien gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des Übereinkommens der Vereinten Nationen über Verträge über den internationalen Warenkauf (UN-Kaufrecht/CISG).

(2) Für Verbraucher gilt diese Rechtswahl nur insoweit, als nicht der durch zwingende Bestimmungen des Rechts des Staates des gewöhnlichen Aufenthaltes des Verbrauchers gewährte Schutz entzogen wird (Art. 6 Abs. 2 Rom-I-VO).

(3) Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit dem Vertragsverhältnis Hamburg. Der Anbieter ist jedoch berechtigt, den Kunden auch an seinem allgemeinen Gerichtsstand zu verklagen.

(4) Für Verbraucher gelten die gesetzlichen Bestimmungen zum Gerichtsstand, insbesondere §§ 12 ff. ZPO und Art. 17, 18 EuGVVO (Brüssel-Ia-VO).

§ 18 Salvatorische Klausel und Schlussbestimmungen

(1) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, so wird die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen hierdurch nicht berührt (§ 306 Abs. 1 BGB). Anstelle der unwirksamen oder undurchführbaren Bestimmung gilt diejenige wirksame und durchführbare Regelung als vereinbart, deren Wirkungen der wirtschaftlichen Zielsetzung am nächsten kommen, die die Vertragsparteien mit der unwirksamen bzw. undurchführbaren Bestimmung verfolgt haben (§ 306 Abs. 2 BGB). Das Gleiche gilt für den Fall, dass sich die AGB als lückenhaft erweisen.

(2) Es bestehen keine mündlichen Nebenabreden. Änderungen und Ergänzungen dieser AGB sowie individuelle Vereinbarungen bedürfen zu ihrer Wirksamkeit der Textform (§ 126b BGB). Dies gilt auch für die Aufhebung dieses Textformerfordernisses.

(3) Der Anbieter behält sich vor, diese AGB jederzeit mit Wirkung für die Zukunft zu ändern. Für bereits geschlossene Verträge gelten die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses gültigen AGB. Bei Dauerschuldverhältnissen wird der Anbieter den Kunden über Änderungen der AGB mit einer Frist von mindestens 30 Tagen vor Inkrafttreten informieren. Widerspricht der Kunde den geänderten AGB nicht innerhalb von 30 Tagen nach Zugang der Änderungsmitteilung, gelten die geänderten AGB als angenommen. Der Anbieter wird den Kunden in der Änderungsmitteilung auf die Bedeutung der 30-Tage-Frist und die Rechtsfolgen des Schweigens gesondert hinweisen.

(4) Der Abtretung von Ansprüchen des Kunden gegen den Anbieter an Dritte wird hiermit widersprochen, es sei denn, der Anbieter stimmt der Abtretung schriftlich zu (§ 399 BGB).

(5) Die Kommunikation zwischen den Parteien erfolgt, sofern nicht anders vereinbart, per E-Mail oder über die auf der Website des Anbieters bereitgestellten Kontaktformulare. Der Kunde ist verpflichtet, dem Anbieter Änderungen seiner Kontaktdaten (insbesondere E-Mail-Adresse) unverzüglich mitzuteilen.